Vêtements fabriqués à partir de matières certifiées UPF50+

Textilien mit UPF 50+ beim Wandern und in den Bergen: Warum die Höhe alles verändert?

Geschrieben von: Lagoped

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Lesezeit 5 min

Sie machen eine Wanderung in 2.500 Metern Höhe an einem schönen Julitag. Der Wind ist frisch, der Himmel klar, das Licht herrlich. Sie haben nicht das Gefühl, stärker der Sonne ausgesetzt zu sein als am Strand. Doch in dieser Höhe ist die Intensität der ultravioletten Strahlen bereits um 33 % höher als auf Meereshöhe. Und wenn Sie sich auf einem Firnfeld bewegen, reflektiert der Schnee bis zu 80 % der UV-Strahlen zu Ihnen zurück. Ein Sonnenbrand kann schneller entstehen, als Sie den Pass erreichen.

Warum sind UV-Strahlen in der Höhe intensiver?

Was uns auf der Erdoberfläche natürlich vor ultravioletten Strahlen schützt, ist die Dicke der Atmosphäre. Je höher man steigt, desto dünner wird diese Schutzschicht und desto weniger filtert sie. Die Grundregel lautet: Die UV-Strahlung nimmt um Höhenanstieg zu. 


Das bedeutet in der Praxis:

In 1.000 Metern Höhe ist die UV-Intensität etwa 13 % höher als auf Meereshöhe. In 2.000 Metern sind es rund 27 % mehr. In 3.000 Metern übersteigt der Anstieg 40 %. Auf einem Gletscher oder in einem schneebedeckten Korridor verdoppelt die Reflexion des frischen Schnees die UV-Belastung: Man erhält UV-Strahlen direkt vom Himmel, aber auch vom Boden unter den Füßen.


Das Problem ist, dass nichts warnt. Die Umgebungskälte, der Wind beim Aufstieg und die körperliche Anstrengung überdecken das Wärmegefühl auf der Haut vollständig. Man spürt den sich anbahnenden Sonnenbrand nicht. Und die UVA-Strahlen, die für Hautalterung und langfristige Schäden verantwortlich sind, dringen durch Wolken hindurch: selbst bei bewölktem Himmel bleibt die UV-Belastung erheblich.

Die Grenzen der Sonnencreme bei körperlicher Anstrengung

Die Sonnencreme bleibt auf unbedeckten Hautstellen unverzichtbar. Doch beim Wandern werden ihre Grenzen besonders deutlich.


Ein langer Aufstieg im Sommer bedeutet Schwitzen schon in den ersten fünfzehn Minuten. Ein Rucksack, der an Schultern und Rücken reibt. Wasserstellen zum Auffüllen der Trinkflasche, Spritzwasser. Unter diesen Bedingungen kann eine morgens aufgetragene Creme nach anderthalb Stunden Wanderung einen Großteil ihrer Wirksamkeit verloren haben, lange bevor eine erneute Anwendung überhaupt in Betracht gezogen wird. In der Praxis tragen die meisten Wanderer nicht die empfohlene Menge auf und erneuern die Anwendung nur selten. Das Ergebnis zeigt sich oft abends an den Unterarmen, Schultern und am Nacken.


Hier zeigt sich der Sinn eines technischen Kleidungsstücks, dessen Material mit UPF 50+ zertifiziert ist: Es schützt ohne Eingreifen, ohne Nachcremen, unabhängig von Wetterbedingungen oder Anstrengungsintensität.  


Eine Hose oder ein Langarm-T-Shirt aus zertifiziertem UPF 50+ Material bedeckt Arme und Beine durchgehend. Achtung, die Zertifizierung bezieht sich auf das trockene Material: Einige Materialien können bei Nässe einen leicht reduzierten Schutz bieten, ein Kriterium, das in einem speziellen Testprotokoll getrennt von der Norm EN 13758-1 geprüft wird.

Was die Höhe an Ausrüstung verlangt

Unterhalb von 1.500 Metern ist ein Tagesausflug bei teilweise bewölktem Himmel mit klassischem, gut angewendetem Sonnenschutz noch machbar. 

Ab 1.500 bis 2.000 Metern wird der Unterschied in der UV-Intensität so signifikant, dass eine spezielle Ausrüstung gerechtfertigt ist. Über 2.500 Metern, insbesondere auf schneebedecktem Gelände oder Gletschern, ist textiler Schutz kein Komfort mehr: Er wird zur Notwendigkeit.


Drei Variablen erhöhen das Risiko in großer Höhe noch weiter. 

  • Die Uhrzeit: Die UV-Intensität ist zwischen 11 und 15 Uhr am höchsten, eine Zeitspanne, die oft mit dem Erreichen der oberen Teile einer Route zusammenfällt. 
  • Die Dauer der Exposition: Eine 7-stündige Wanderung setzt viel mehr der Sonne aus als eine Stunde am Strand, selbst wenn die UV-Intensität zu Beginn geringer ist. 
  • Das Gelände: Ein schneebedeckter Korridor an der Südseite, ein Gletscherplateau oder ein exponierter Pass werfen keinen Schatten.

Die am stärksten exponierten Körperbereiche beim Wandern

Die Ausrüstung muss der tatsächlichen geografischen Exposition in den Bergen entsprechen, nicht einer allgemeinen Vorstellung von Sonnenschutz.


Die Unterarme gehören zu den am stärksten exponierten Bereichen: Sie erhalten die direkte Strahlung des Himmels, aber auch die Reflexion vom Boden, von Felsen und Schnee. Ein Langarm-T-Shirt oder ein technisches Hemd löst das Problem mit nur einem Kleidungsstück. 

Die Beine, oft wegen der Hitze in Shorts freigelegt, sind mehrere Stunden lang der Sonne ausgesetzt: Eine leichte technische Hose aus UPF 50+ Material ermöglicht es, diesen thermischen Komfort zu bewahren, ohne auf Schutz zu verzichten. 

Nacken und Schultern sind besonders beansprucht, wenn man einen Rucksack trägt: Der obere Schulterbereich wird fast senkrecht bestrahlt, und der Rucksack erzeugt eine Reibungszone, die die Creme abschwächt. Eine Kappe mit Nackenschutz oder ein Halstuch ergänzt den Schutz an den Stellen, die von einem technischen Oberteil nicht bedeckt sind.


Gesicht, Ohren, Nase und Hände bleiben in jedem Fall ungeschützt: Das sind die Bereiche, die Sonnenschutzcreme benötigen, unabhängig von der sonstigen Bekleidung.

Die Materialwahl: Was im Gelände hält

Nicht alle als „anti-UV“ gekennzeichneten Kleidungsstücke verhalten sich unter realen Wanderbedingungen gleich. Zwei Parameter sind bei Anstrengung besonders wichtig.


Die Haltbarkeit des Schutzes steht an erster Stelle. Ein Kleidungsstück, dessen Schutz auf einer Oberflächenbehandlung beruht, verliert mit der Zeit durch Waschen, wiederholtes Schwitzen und Reibung durch den Rucksack an Wirksamkeit. Bei langen Wanderungen summieren sich diese Belastungen mit jeder Tour.

Der in die Materialstruktur integrierte Schutz, durch die Dichte des Strickens und die Faserart, wird von diesen Bedingungen nicht beeinträchtigt: Er bleibt nach 200 Wäschen und ebenso vielen Einsätzen unverändert.

Die Atmungsaktivität ist als nächstes wichtig. Beim Aufstieg produziert der Körper Wärme. Ein zu dichtes Gewebe wird schnell unangenehm und verleitet dazu, den Schutz abzulegen. Die von Lagoped verwendeten recycelten Polyesterstoffe sind so verarbeitet, dass sie das Gleichgewicht zwischen schützendem Dichtegrad und Schweißableitung finden: Das Gewebe ist dicht genug, um UV-Strahlen zu blockieren, aber luftig genug, um bei Anstrengung nicht zu überhitzen.


Die Hosen PTARMIGAN2 und RIOUPOU, die Wander- und Trail-Shorts, das technische Hemd RAICHO und die Kappe SOWA werden aus Materialien hergestellt, die vom Labor CITEVE (Portugal) mit UPF 50+ zertifiziert sind, aus recyceltem Polyester/Polyamid, mit einer 5-Jahres-Garantie. Alle sind in Europa gefertigt.

Um zu verstehen, wie diese Materialien ihre Zertifizierung erhalten und was die Norm EN 13758 konkret garantiert, erklärt unser umfassender Leitfaden zum textilen Sonnenschutz die vier Herstellungstechniken und was einen dauerhaften Schutz von einem beim Waschen nachlassenden Schutz unterscheidet.

Häufige Fragen zum UV-Schutz beim Wandern und in den Bergen

Ab welcher Höhe braucht man ein UPF 50 Kleidungsstück?

Es gibt keinen strikten Schwellenwert, aber man kann sich an Zahlen orientieren: in 2.000 Metern Höhe ist die UV-Intensität bereits 27 % höher als auf Meereshöhe, und in 3.000 Metern übersteigt der Unterschied 40 %. Praktisch bietet ab 1.500 bis 2.000 Metern Höhe bei mehrstündigen Touren im freien Gelände ein zertifiziertes UPF 50+ Kleidungsstück einen deutlich zuverlässigeren Schutz als eine Creme, die nur in Pausen nachgetragen wird. Im Schnee- oder Gletschergebiet ist es unabhängig von der Höhe immer ratsam.

Hält der Schutz eines UPF Kleidungsstücks, wenn man schwitzt?

Für einen strukturellen Schutz werden die Maschendichte und die natürlichen Eigenschaften der Faser nicht allein durch Schweiß beeinträchtigt. Allerdings können zwei Faktoren die Wirksamkeit lokal verringern: ein stark gedehnter Stoff, bei dem sich die Maschen weiten, und ein nasser Stoff, der einen etwas geringeren Schutz als den zertifizierten bieten kann. Die EN 13758-1 Zertifizierung bezieht sich auf das Material im trockenen Zustand und bis zu +10 % Dehnung: das ist eine solide Grundlage, aber es gibt spezielle Testprotokolle für den nassen Zustand, die weiter gehen. Im Einsatz trocknet ein dichtes Polyester-Kleidungsstück schnell und stellt seine Eigenschaften wieder her: Schweiß, der auf der Oberfläche der synthetischen Fasern bleibt, hat im Vergleich zu längerem Eintauchen nur eine begrenzte Auswirkung.

Braucht man trotzdem Sonnencreme, wenn man ein UPF 50 Kleidungsstück trägt?

Ja, auf allen Bereichen, die nicht vom zertifizierten Stoff bedeckt sind. Ein UPF 50+ Kleidungsstück schützt nur die Teile, die es bedeckt. Beim Wandern benötigen Gesicht, Ohren, der Nacken, wenn er exponiert ist, Hände und Beine in Shorts zusätzlichen Sonnenschutz. Der konkrete Vorteil: Mit einem Langarm-T-Shirt und einer technischen Hose reduziert man die Fläche, die mit Creme geschützt werden muss, erheblich, was das Nachcremen erleichtert und das Vergessen bei langen Touren minimiert.